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Kondensationstrockner (Absorber / Kältetrockner)

Raumluftentfeuchtung auf einer Neubaustelle

Zur Bautrocknung

Zur normalen Bau- und Raumtrocknung von Wänden, Decken, Böden und Inventar ist der Kondenstrockner wegen seiner hohen Luftumwälzung bestens geeignet. Die Geräte arbeiten im Umluftbetrieb, d.h. sie entfeuchten immer wieder dieselbe Raumluft. Deshalb ist es auf jeden Fall ratsam die Fenster und Türen geschlossen zu halten.

 

Funktionsprinzip Kondenstrockner:

1. Die feuchte Raumluft wird über einen Ventilator in das Gerät eingesogen. Dabei strömt die feuchte Raumluft zuerst über ein Kühlregister, den sogenannten Verdampfer. Das Kälteteil besteht aus einem langen Kupferrohr, welches spiralförmig aufgewickelt eine Schlange bildet, die von dem Kältemittel durchflossen wird.

Blick ins Innere des Trockners

2. Die Kühlung erfolgt durch einen Rotationskompressor ähnlich wie bei einer Kältemaschine oder einem Kühlschrank.

3. Die normal temperierte Raumluft kühlt um ca. 10°C an den Lamellen der Kühlschlange soweit ab, dass der Taupunkt unterschritten wird. Ein Teil des in der Luft vorhandenen Wasserdampfes wird ausgeschieden. Die überschüssige Feuchtigkeit kondensiert am Kühlregister und es bildet sich Wasser. Das ausgeschiedene Wasser tropft kontinuierlich über einen Sammler in den Wasserauffangbehälter oder wird direkt über einen Schlauch mit Gefälle abgeleitet oder abgepumpt.

4. Der Wasserbehälter muss entleert werden, wenn er voll ist. Eine eingebaute Überlaufsicherung schützt vor dem Überlaufen des Behälters. Jedoch schaltet sich dann das Gerät aus, bis es entleert wurde.

5. Die um mehrere Grad Celsius abgekühlte und auf ca. 40% relative Feuchte herabgetrocknete Luft wird, bevor sie in den Raum zurückgelangt, noch auf Zimmertemperatur erwärmt. Dieses geschieht in dem die Trockenluft am sog. Kondensator, dem Wärmeteil des Gerätes vorbeiströmt, sich dort erhitzt und am Frontgitter des Absorbers wieder austritt. Das Wärmepumpenprinzip nutzt die optimale Energieausnutzung durch Wärmerückgewinnung, so dass die trockene Luft circa 2-3°C über Raumtemperatur austritt. Wird es im Raum zu warm, so sollte durch kurze Querlüftung wieder für kühlere Raumluft gesorgt werden.

6. Die getrocknete Luft kann sich jetzt wieder mit der in den Baustoffen vorhandenen Feuchtigkeit anreichern.

7. Bei Temperaturen unter 18°C kann die Kälteleistung am Kühlregister so hoch sein, das es vereist, weil die einströmende Wärmemenge der Raumluft zu gering ist und somit die Balance verloren geht. Um der Vereisung vorzubeugen, wird durch eine elektronische Abtauautomatik in regelmäßigen Abständen der Energiestrom umgedreht und es fließt das warme Gas des Kompressors für einige Minuten durch das Kühlgitter. Bei Außentemperaturen, die geringer als 3°C sind, hilft auch das nicht mehr. Die Kühlregister vereisen zu einem dicken Eisblock. Dieser Propfen lässt keine Raumluft mehr ins Gerät.

8. Der Temperaturbereich des Absorbers liegt zwischen + 5°C bis + 33°C. 
Der Feuchteeinsatzbereich liegt zwischen 40 - 80 % relativer Luftfeuchte
Über eine Hygrostatsteuerung kann jede gewünschte Luftfeuchtigkeit gehalten werden. Systembedingt eignen sich die Geräte für hohe Luftfeuchten und hohe Temperaturen. Die Geräte sind äußerst mobil und einfach in der Anwendung, auch für jeden Laien.

  

Der Kondensationstrockner eignet sich für die schonende

  • Bautrocknung
  • Wasserschadentrocknung
  • Trocknung von Holz
  • Entfeuchtung von Privathaushalten und Kellern
  • Verhütung von Kondenswasserbildung z.B. in Pumpstationen und Wasserwerken
  • Raumkonditionierung für Museen und Sammlungen
  • Trockenhaltung von Lagern und Labors
  • Konservierung von Maschinen

   

Warum können die Absorber nicht direkt mit einem Seitenkanalverdichter verbunden werden?

  • Die Luftleistung der Turbine schwankt im Verlauf der Hohlraumtrocknung. Zu Beginn, wenn hohe Luftwiderstände durch z.B. nasse Mineralwolle zu überwinden sind, werden vielleicht max. nur 200 m³/h in die Dämmung eingepresst. Nach einigen Tagen der Trocknung werden bereits schon bis zu 400 m³/h eingeflutet.
  • Die Absorber sind auf eine ganz bestimmte Luftmenge konzipiert. Der Kältetrockner ist von der Kühlleistung abhängig. Diese Kühlleistung steht in einem wohl ausgeklügelten Verhältnis zur angesogenen Luftmenge. Geht zu viel Raumluft durch, so wird die Luft nicht mehr abgekühlt, d.h. die Kompressorleistung ist zu schwach. Geht zu wenig Luft durch, so vereist die ganze Maschine und stellt den Betrieb ein.
  • Die Adsorptionstechnik erlaubt wesentlich tiefere Taupunkte und damit auch bei tiefen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt eine betriebssichere Entfeuchtung. Die Adsorber ermöglichen Anforderungsprofile, wo eine Kondensationsentfeuchtung mit Absorbern aus physikalischen Gründen versagt.

   

Zur Hohlraumtrocknung

Kondenstrockner sind zur Hohlraumtrocknung das falsche Gerät. Das A + O der Estrich-Dämmschicht-Trocknung besteht darin, möglichst schnell trockene Luft in die Isolationsschicht zu bekommen. Dazu muss erst einmal ein Dampfdruckgefälle bestehen. Der Einsatz von Kondenstrocknern bedeutet, dass zuerst die gesamte Raumluft konditioniert werden muss. Denn es wäre töricht, relativ feuchte Luft unter den Estrich zu bringen. Diese würde nur auskondensieren und alles nur noch schlimmer machen.

Ganz anders bei Adsorbtionsentfeuchtern, die direkt per Luftschlauch an den Luftverdichter angeschlossen sind. Diese Geräte können sofort trockene Luft einfluten, die Trocknung beschleunigen und das oben erwähnte Problem lösen.

Der Adsorber produziert extrem trockene Prozessluft von nur 1% relativer Luftfeuchte. Er ist damit dem Kondenstrockner haushoch überlegen, denn dessen niedrigste relative Luftfeuchte liegt bei 35-40%.

Für die Hohlraumtrocknung ist der Einsatz von Kondenstrocknern unprofessionell, zu langsam und unwirtschaftlich. Sollen niedrige Feuchten erreicht werden, so ist die Kältetrocknung im Vergleich zur Sorptionsentfeuchtung erheblich energieaufwendiger. Absorber vereisen bei Temperaturen unter 5°C. Adsorber kennen diese Problematik nicht. Sie arbeiten bei jeder Temperatur und Witterung ohne ein Vereisungsproblem.

 
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