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Taupunkt

Taupunkt nennt man die Temperatur, bei der die Raumluft vollkommen mit Dampf gefüllt ist, die relative Luftfeuchte also genau 100% beträgt. Wird diese Temperatur weiter abgekühlt und der Taupunkt unterschritten, so bilden sich Wassertröpfchen und der Wasserdampf schlägt sich zuerst an den kalten Bauteilen nieder. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als Kondensation.

Trifft warme, feuchte Raumluft auf eine kalte Oberfläche, so wird der Taupunkt unterschritten und Wasser kondensiert an der Oberfläche aus der Luft heraus.

Wieviel Feuchte in der Luft als Wasserdampf gespeichert werden kann, hängt von ihrer Temperatur ab. Die relative Luftfeuchtigkeit gibt an, bis zu wieviel Prozent dieses Sättigungswertes bei einer bestimmten Temperatur erreicht sind. Der Begriff Luftfeuchtigkeit ist jedoch irreführend. Wasserdampf ist ein trockenes Gas, das sich physikalisch völlig vom flüssigen Wasser unterscheidet. Wasserdampf ist z.B. leichter als Luft und steigt nach oben. Wird der Sättigungswert überschritten, d.h. eine relative Luftfeuchte von über 100% erreicht, fällt der zusätzliche Wasserdampf als Tauwasser aus, da er im Gaszustand nicht mehr gespeichert werden kann. Diesen Punkt nennt man Taupunkt.

In einer Konstruktion nimmt die Temperatur im Winter von innen nach außen ab. Gleichzeitig nimmt dabei die Dampfspeicherfähigkeit der Luft ab. Dringt nun Luft mit einer hohen Feuchtigkeit in die Dämmung ein, sollte der Dampfdiffusionswiderstand der einzelnen Bauteile so bemessen sein, dass der Taupunkt in der Konstruktion nicht unterschritten wird.

Für diese Berechnung wird das Glaserverfahren nach DIN 4108 verwendet. Durch undichte Dampfbremsen kann es jedoch zu größerem Tauwasserausfall kommen.

 
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