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Sorptionsisothermen

Alle Baustoffe und Materialien zeigen eine deutliche Abweichung zwischen dem Verhalten bei der Feuchtigkeitsaufnahme und dem bei der Feuchtigkeitsabgabe. Dieses materialspezifische, unterschiedliche Verhalten bei Befeuchtung und Trocknung wird in den Sorptionsisothermen grafisch deutlich gemacht. Alle hygroskopischen Materialien nehmen Feuchtigkeit auf oder geben sie ab, je nachdem wie hoch der in der Luft vorhandene Wasserdampf und der Dampfdruck ist.

Jeder Baustoff besitzt seine ihm eigene Ausgleichsfeuchte, die in Gewichtsprozent angegeben wird. Diese Haushaltsfeuchte erreicht der Stoff bei gleichem Klima über einen längeren Zeitraum. wenn es zum absoluten Ausgleich des Dampfdruckes kommt.

Die obige Grafik zeigt deutlich das unterschiedliche Verhalten des Betons bei der Feuchtigkeitsaufnahme und bei der Feuchtigkeitsabgabe. In der unteren Adsorptionskurve ist zu sehen, dass der Beton bei gegebener relativer Luftfeuchte von 50% r.F. eine Materialfeuchte von 2,0 Gew. % erreicht. Die obere Desorptionskurve zeigt, dass nach erfolgter Überfeuchtung jedoch eine relative Luftfeuchtigkeit von 27% erforderlich ist, um wieder zu einer Materialfeuchte von 2,0 Gew.% zurück zu gelangen.

Jedes Material hat seine eigene, spezifische Be- und Entfeuchtungsisotherme. Allen Sorptionkurven liegt aber folgende Charakteristik zugrunde: Nach einer Überfeuchtung des Materials muss zur Rückerlangung der natürlichen Ausgleichsfeuchte ein Klima vorhanden sein, das nahezu 50% unterhalb der normalen relativen Luftfeuchte liegen muss.

Sorptionsisotherme für Befeuchtung und Trocknung von Mineralwolle

Auf natürliche Weise ist ein solcher trockener Klimazustand nur sehr selten in den Wintermonaten vorhanden. Deshalb ist die künstliche, technische Austrocknung in vielen Fällen zur schnellen Austrocknung absolut notwendig.

 
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