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Kapillarwasser

Mit Feuchte dunkel vollgesogener Vollgipsstein.
Wasser ist 50cm hoch im Porotonstein und Gipsputz gezogen.

Kapillarwasser nennt man die Anlagerung von Wasser in Baustoffen. Es ist in den Hohlräumen des Baustoffes als frei bewegliches Wasser vorhanden. Fast alle Baustoffe haben eine poröse, kapillare Struktur. Wenn diese Kapillaren mit Wasser gefüllt sind, können ernste Feuchteschäden am Baumaterial auftreten.

Kommt ein trockener Baustoff mit Wasser in Berührung, wird das Wasser von den feinen Rissen und Poren aufgesaugt und auf Grund der Kapillarwirkung entgegen der Schwerkraft nach oben transportiert.

Kapillarwasser kann aus dem Fundament aufsteigen (aufsteigende Feuchtigkeit) oder aufgrund ständiger Kondensation (Tauwasserniederschlag) in eine Wand hineindiffundieren. Weil das Kapillarleitvermögen von Mauersteinen, Mörtel, Beton, Putz und Holz sehr groß ist, kann die Durchfeuchtung von Wänden eine beträchtliche Höhe erreichen. Wie hoch Wasser im Baustoff aufsteigen kann, hängt vom Kapillardurchmesser ab.

Je feiner die Kapillaren sind, umso höher kann das Wasser steigen, um so langsamer wird es jedoch transportiert, da die Reibungskräfte bei abnehmenden Kapillardurchmesser größer werden. Die mittlere Steighöhe kann je nach Kapillardurchmesser 50cm bis 150 cm betragen. Da die Kapillaren für den Wassertransport jedoch nicht geradlinig sind, steigt die Feuchtigkeit relativ langsam, und zwar bis zu einem Punkt, an dem ein Gleichgewicht zwischen dem nachgelieferten und dem von der Wasseroberfläche verdunsteten Wasser erreicht ist.

 
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