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Diffusionsoffen

Wasserdampfhaltige Luft im Bad erfordert kräftige Stoßlüftung.

Diffusionsoffen wird eine Konstruktion genannt, bei der ein möglichst geringer Widerstand gegen Dampf realisiert wurde. In diffusionsoffenen Konstruktionen bleibt weniger Tauwasser zurück als bei geschlossenen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Konstruktion auch nach innen austrocknen kann. Selbst kleine Ausführungsfehler führen daher nicht zwingend zu Tauwasserschäden, die Konstruktion ist fehlertoleranter gegenüber geschlossenen Konstruktionen.

Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit im Innenraum führt die Austrocknung der Konstruktion zu einer leichten Befeuchtung der Luft; eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann leichter nach außen abgeführt werden.

Diese Prozesse laufen jedoch sehr langsam ab und werden daher häufig überbewertet (siehe Diffusion). Starker Wasserdampfanfall, z. B. beim Kochen oder beim Duschen, kann nur durch Lüften beseitigt werden. Ein Teil des Dampfes wird oberflächennah gespeichert (Sorption) und sollte später wieder an die erwärmte Luft abgegeben werden. Nur etwa 2% des Dampfes diffundiert durch die Wand. Deshalb muss der Rest abgelüftet werden.

 

Faustregel:

Solange ein Spiegel, der sich im selben Raum wie die Dampfquelle befindet, auch nur leicht beschlagen ist, ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch und es muss gelüftet werden.

 
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