Diagonal Extern-System - Seitenwand

Die Speidel-System-Sonderaufbauten werden hauptsächlich dann angewandt, wenn:

  • Verkehrswege offen bleiben müssen
  • Die Bodenbeläge komplett erhalten werden sollen
  • Parkett ohne Randfuge vorhanden sind
  • Natursteinfliesen und -sockel, ohne Mörtelfuge wandbündig verlegt sind
  • Baufreiheit für andere Gewerke garantiert sein soll
  • Keine Betriebsunterbrechungen akzeptiert werden können und der normale Geschäftsbetrieb weiter laufen muss.

Wenn wir Dämmschichten in Räumen trocknen müssen, wo es absolut unmöglich ist, von oben durch den Estrich nach dem Classic-, Vacuum- oder Micro-System zu bohren, können wir durchaus aus den angrenzenden Nachbarräumen schräge Bohrlöcher durch die Umfassungswände in die Dämmschicht des zu trocknenden Raumes bohren. Speziell entwickelte Schablonen ermöglichen uns eine zielgenaue Bohrung in die Hohlschicht des vom Wasserschaden betroffenen Raumes. Der Winkel errechnet sich aus der Wandstärke und der Schichtdicke des Estrichaufbaus.

Die Schrägbohrung erfolgt im Bereich der Sockelleiste, so dass Beschädigungen an der Wandfläche später optisch von der Fußleiste verdeckt werden. In die Bohrung wird ein Saugrohr eingeführt, das bis zur Isolierschicht im Nachbarzimmer reicht. Hierdurch wird die feuchte Luft mit einer Vacuum-Turbine herausgezogen oder eingeflutet. Für eine erfolgreiche Luftzirkulation müssen im Zweifelsfall noch Micro-Ventilations-Bohrungen für die trockene Zuluft gesetzt werden. Durch diese Öffnungen strömt vorgetrocknete Luft in das unter dem Estrich erzeugte Vakuum ein. Die trockene Luft wird zwangsweise im ständigen Kreislauf durch die Dämmung gesogen. Die stark feuchte Absaugluft wird nach außen abgeleitet. Anderenfalls ist im Nachbarzimmer noch ein zusätzlicher Trockner aufzustellen.

Die Aussparung des Rahmens für die Fußmatte wird für Einflutlöcher benutzt.

Eine Trocknung vom benachbarten Raum ist auch durch eine Bohrung im Türbereich möglich. Vorausgesetzt natürlich, dass der Oberbelag dort geöffnet werden kann, um einen Rundstutzen anzubringen.

So kann dort z.B. Teppichboden vorsichtig hochgeklappt werden, um das 20 mm Bohrloch zu setzen. Der Teppichboden kann anschließend wieder sauber verklebt werden. Für einen 20 qm großen Raum genügt eine Bohrung, durch die feuchte Luft aus der Dämmschicht abgesogen wird. Getrocknet wird nach dem Vacuum-System, welches den größeren Luftdurchsatz hat.

Je nach Lage der Nachbarräume können wir entweder nur das Saug-Verfahren oder auch das Druck-Saug-Verfahren einsetzen. Türen können geschlossen gehalten bleiben. Die Räume können während der Trocknungsphase weiter bewirtschaftet werden und sind innerhalb kürzester Zeit trocken.

Besondere Anwendung findet dieses System bei:

  • Schalterhallen von Banken mit Publikumsverkehr
  • Fluren und öffentlichen Räumen, z.B. in Altersheimen
  • Saunen, Schwimmbädern und Umkleideräumen
  • Arztpraxen
  • Operationssälen
 
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