Polieren

Für verschiedene harte Materialien wird Polieren als abschließendes, glättendes Verfahren der Feinbearbeitung eingesetzt mit dem Ziel, Rauhigkeitsspitzen und Vertiefungen der Oberflächenstruktur derart zu ebnen, dass die Oberfläche glatt und glänzend wirkt.
Herkömmliche Poliermittel wie Polierrotkuchen, Polierschiefer, Schlämmkreide, Zinnasche oder Ceroxid werden mit einer Tuch-, Filz-, Gummi-, Pech- oder Lederscheibe rotierend oder mittels entsprechender Lappen vibrierend aufgetragen. Natürlich kann man Oberflächen auch manuell unter Zuhilfenahme chemischer Mittel (Bohnerwachs, Möbel-/ Besteckpolitur, etc.) polieren — sprich abreiben bis sie glänzen.

Metallteile wie nichtrostender Stahl, Messing, Aluminiumlegierungen, etc. können durch elektrolytisches Polieren gereinigt, entgratet und zum Glänzen gebracht werden. Das entsprechende Metall wird in ein chemisches Bad die sogenannte Elektolyte getaucht und Gleichstrom ausgesetzt.

Kunststoffe können neben dem klassischen Polieren mit gradierten Schmirgelpapier und speziellen Pasten auch mittels Beflammen geglättet werden. Die Flamme des Acytelen-Brenners sollte, um Rußbildung zu vermeiden, möglichst sauerstoffreich sein. Allerdings entstehen zuweilen feine Risse, da die Beflammung eine innere Spannung im Kunststoff erzeugt.

 
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