Phosphatierung

Die Herstellung einer schwerlöslichen Metallphosphatschicht auf dem Substrat (der Metallgrundlage) nennt man Phosphatierung.

Abhängig von Form und Beschaffenheit des Werkstückes wird mittels Tauchbad, Besprühen oder im Handwischverfahren eine Metallphosphatlösung auf das Werkstück aufgebracht, so dass sich eine 1—30 µm dünne, gut haftende Schicht bildet, die direkt auf der Gitterstruktur des Substrats aufkristallisiert.

Obwohl dieser Prozess dem Korrosionsschutz dient, geht ihm eine bewusst ausgelöste Korrosion voran: die saure Phosphatierlösung löst eine Beizreaktion aus, welche nicht nur die obersten Metallschichten minimal auflöst, sondern auch gleichzeitig letzte Verunreinigungen absprengt. Die hierbei entstehenden Minimal-Aufrauungen bilden für nachfolgende Beschichtungen (z.B. Lackierung) durch bessere Verankerung einen idealen Haftgrund.

 
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