Papierrestauration

Papier besteht größtenteils aus pflanzlichen Fasern und wird heutzutage in der Regel aus Zell- oder Holzstoff hergestellt.

Bei der Restaurierung von Papier wird vor allem darauf geachtet so wenig chemische Substanzen wie möglich einzusetzen, um die Wiederherstellungsfähigkeit des Originals zu gewährleisten. Daher bleibt das Waschen mit Wasser die wichtigste Restaurationsmaßnahme, um oberflächlichen und in der Faserstruktur befindlichen Schmutz zu entfernen. Die Blätter verbleiben bis zu 8 Stunden in kaltem Wasser, das ggf. waschaktive Substanzen enthält.

Beim Neutralisationsverfahren wird dem Wasserbad noch ein Neutralisationsmittel beigefügt (Alkalikarbonate oder Erdalkalikarbonate). Die Wahl des richtigen Neutralisationsmittels und die fachmännische Durchführung verhindern zusätzliche Materialbeschädigungen und schützen vor neuen Säureschäden.

Das Verfahren des chemischen Bleichens wird dann angewandt, wenn das Papier Flecken aufweist. Farb- oder Schmutzstoffe werden dabei oxidiert und aus den Zellulosefasern herausgelöst. Diese Behandlung kann ganzflächig oder partiell erfolgen.

 
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