KMF

KMF ist die Abkürzung für künstliche Mineralfasern, die durch Ziehen, Blasen oder Schleudern aus Glas-, Gesteins- oder Schlackeschmelzen hergestellt werden. Man unterteilt sie in Mineralwollfasern (Glas-, Stein-, Schlackewolle), textile Glasfasern, Keramikfasern und Spezialfasern (Glas-Microfasern). Da sie nicht brennbar sind, eine gute Wärmedämmwirkung besitzen und sowohl gegen Hitze als auch teilweise gegen Wasser und Chemikalien beständig sind, werden KMF vielfältig eingesetzt: z.B. als Rohrisolierungen, Dämm- und Wärmematerial in abgehängten Decken, in Akkustikplatten und Maschinen sowie als Ofenisolierung.
Die Fasern besitzen in der Regel eine Dicke von 2 bis 20 μm und brechen, im Gegensatz zum natürlich vorkommenden, kristallinen Asbest, quer. Dadurch verkürzen sie sich und bilden in der Regel nichtfaserigen Staub statt der besonders gefährlichen, lungengängigen Fasern wie bei Asbest.

Müssen falsch installierte Dämm- und Isolierstoffe aus künstlichen Mineralfasern zurückgebaut werden, erfolgt die Sanierungsmaßnahme nach den Richtlinien der TRGS 521 (siehe TRGS). Umgebung und ausführende Bausanierer müssen umfangreich geschützt werden: Betroffene Bereiche werden mittels Folien (z.T. auch Fugenmasse) isoliert; der belastende Staub wird feucht gebunden, um ein Aufwirbeln zu vermeiden.

 

 
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