Elektrosanierung mittels Elektrophorese

Unter Elektrophorese versteht man die Wanderung elektrisch geladener Teilchen durch einen als Trägermaterial dienenden Stoff in einem elektrischen Feld.

Diesen elektrochemischen Vorgang macht man sich auch im Rahmen der Elektrosanierung zu Nutzen: Nach PVC-Bränden korrodiert Eisen. Aus freigesetztem Chlorwasserstoff und im Beton befindlichen Kalkanteilen entstehen zunächst Eisenchloride (Kalkstein CaO und Salzsäure 2 HCI bilden Calciumchlorid CaCl2 + H2O).

Das „unedle“ Calcium löst den Wasserstoff aus der Säure HCI. Feuchte-Einfluss (Elektrolyt) spaltet das Calciumchlorid  in negativ geladene Chlor-Ionen (Anionen) und positiv geladene Calcium-Ionen (Kationen). Die Anionen wandern zum Pluspol — die Kationen wandern zum Minuspol bzw. die Chlor-Anionen wandern zum positiv geladenen Eisen und lösen so die Korrosion aus.

Verändert man nun die elektrischen Polaritäten durch Anlegen von Gleichstrom und Auftragen einer sogenannten Aluminium-Opferschicht,  kehrt die Elektrophorese diesen Vorgang um. Dieses Verfahren ist nicht nur sehr effektiv, sondern vor allem auch äußerst wirtschaftlich.

 
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